In den letzten Wochen, Monaten, inzwischen Jahren habe ich auch in meinem eigenen kleinen Leben wie so viele andere vor allem mehr Erfahrung mit Ohnmacht, Hilflosigkeit und mit dem Eindruck von VERSCHWINDEN, von unsichtbar und unwirksam sein – oder viel mehr „gemacht werden“ – gewonnen und in der Welt beobachtet.
Mit diesen Emotionen arbeite ich in VANISHING.
Die Musik drückt aus und lässt verarbeiten, was nicht durch Worte auszudrücken ist.
Die Worte finden sich erst viel später und sind davon losgelöst.

Menschen, Frauen, Kinder,
die gegen ihren Willen verschwinden
die nicht gehört werden
die nicht zählen oder gelten
die zum Schweigen gebracht werden
die ihrer Rechte und ihrer Stimme beraubt werden
denen Mündigkeit oder geistige Gesundheit oder
die Entscheidung über den eigenen Körper abgesprochen wird
deren Bedürfnisse und Wünsche ignoriert und übergangen werden
deren Ideen oder geistiges Eigentum anderen zugesprochen wird
die unsichtbar gemacht, getäuscht und unterdrückt werden.
Als könnten sie keine Kreise im Wasser,
keine Spuren im Sand
keine Auswirkungen
und keinen Eindruck hinterlassen,
als würden ihre Worte oder Taten nichts bewirken
und nichts verändern können,
ihre Bedürfnisse und Wünsche unwichtig,
ihre Entscheidungen nicht relevant sein.
Als wären sie oder ihr Wollen und Handeln weniger wert.
Es ist wohl nicht das Wichtigste,
ob Täter bereuen und gerecht bestraft werden,
ob Konsens über Konsequenzen,
Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit,
über Schuld und Sühne,
über Fairness und Ausgleich besteht.
Gleichwürdigkeit ist wichtig.
Schutz und Sicherheit,
erfüllte Grundbedürfnisse.
Wer “Leader” sein möchte,
sorgt dafür.
Für ALLE.





